MAHNWACHE - 5 JAHRE jemenkrieg

26. März 2015 - 26. März 2020

Kundgebung am 28.03.2020 - Berlin, Pariser Platz vor der US-Botschaft

Im Januar/Februar 2011 begann die jemenitische Revolution, beeinflusst von den Protesten des Arabischen Frühlings wie bei den Aufständen in Tunesien und Ägypten. Das jemenitische Volk entschied, dass sie die Korruption, die schwache Wirtschaft und die hohe Arbeitslosigkeit, die zu bitterer Armut und Not führte, nicht länger ertragen und hinnehmen wird. Während die westliche Welt ungläubig dem Arabischen Frühling zusah, mischten die ölreichen Staaten am Persischen Golf über ihre Nachrichtenkanäle sich ein, mit Geld mit islamistischen Predigern und radikal islamistischen Terrororganisationen. Für die Öl-Monarchen war der Arabische Frühling keine Aufbruchsbewegung, sondern eine Bedrohung. Was, wenn der Funke der Freiheit und Ruf nach Demokratie aus Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien und Jemen nach Katar und Saudi Arabien überspringt? 

 

26. März 2015

Saudi-Arabien greift im Machtkampf im Jemen ein

Nach Ablauf der legitimierten Amtszeit und Rücktritt von Präsident Hadi, greift die saudische Luftwaffe zusammen mit  Luftwaffeneinheiten aus den Golfstaaten Marokko und Sudan, in der Nacht zum Donnerstag Stellungen der Huthi-Rebellen beim Flughafen der Hauptstadt Sanaa an. Mindestens 13 Menschen wurden bei den Luftangriffen getötet. Saudi Arabien betonte, der Militäreinsatz sei vor dem Beginn mit den USA abgestimmt worden, das US-Militär war jedoch nicht an den Luftangriffen beteiligt. Die USA gewähren Saudi-Arabien und dessen Verbündeten im Kampf gegen die Huthi-Rebellen im Jemen logistische und geheimdienstliche Unterstützung.

 

Aus den veröffentlichten E-Mails auf WikiLeaks um Julian Assange, wissen wir heute, dass die Clinton-Stiftung Millionen Dollar von Saudi-Arabien und Katar erhalten hatte, zwei der wichtigsten Geldgeber des Islamischen Staates. Als Außenministerin zahlte Hillary Clinton ihre Spenden zurück, indem sie Waffenverkäufe in Höhe von 80 Milliarden Dollar an Saudi-Arabien genehmigte. Ohne diese US-Rüstungsexporte wäre Bin Salman mit seiner saudischen Kriegskoalition nicht fähig gewesen, seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Jemen am 26. März 2015 zu beginnen, der zur schlimmsten humanitären Katastrophe seit Ende des 2. Weltkrieges – die bis heute anhält, geführt hat.

 

Gastredner