aL-qAIDA auf der arabischen halbinsel

Jemen: Der "Krieg gegen den Terror", wie die westliche "Wertegesellschaft" gemeinsame Sache mit Al Qaida und dem IS macht!

Stand: 18.02.2021

Vereinte Nationen

Erinnern wir uns an die verabschiedete Resolution 1368 von 2001 im Zusammenhang mit den Terroranschlägen von 09/11, die der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wegen der Anschläge auf die Vereinigten Staaten als Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit einstufte.

 

In der Resolution wird die dringende Zusammenarbeit aller Staaten gefordert, um die Täter, Organisatoren und Förderer der Terroranschläge vor Gericht zu stellen, und betont, dass diejenigen, die den Tätern, Organisatoren und Förderern dieser Handlungen geholfen, sie unterstützt oder ihnen Unterschlupf gewährt haben, zur Verantwortung gezogen werden.

 

Im Jahr 2017 formulieren die Mitgliedstaaten des Europäischen Parlaments in ihrer EU-Richtlinie 2017/541:

Terroristische Handlungen zählen zu den schwersten Verstößen gegen die universellen Werte der Menschenwürde, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität sowie der Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten, auf die sich die Union gründet. Sie stellen zudem einen der schwersten Angriffe auf die Grundsätze der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit dar, die allen Mitgliedstaaten gemein sind und die der Union zugrunde liegen.

 

Völkerstrafgesetzbuch

Wer eine Vereinigung gründet oder unterstützt, deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Mord oder Totschlag oder Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen zu begehen, wird nach dem Völkerstrafgesetzbuch bestraft.

 

Saudi Arabiens Kriegskoalition gegen den Jemen, Hadi, der IS, Al Qaida und die westliche Wertegesellschaft

Viele vom US-Außenministerium als Terroristen eingestufte Personen bekleiden heute Positionen in der  jemenitischen Regierung des Ex-Präsidenten von Mansour Hadi, die durch eine internationale Staatengemeinschaft anerkannt wird. Randi Nord - US-Journalistin und Gründerin von Geopolitics Alert, prüfte und bestätigte einen jemenitischen Militärbericht, der 11 hochkarätige Terroristen auflistet, die Positionen im Kabinett des von Saudi-Arabien unterstützten Präsidenten Hadi innehatten oder innehaben.

 

Entgegen der UN-Resolution, 1368, der EU-Richtlinie 2017/541 und dem Völkerstrafgesetzbuch erkennen die VN und eine 

selbsternannte internationale Staatengemeinschaft - bestehend aus den Hauptakteuren USA, Kanada, Australien, Israel inkl. beinahe allen EU/NATO-Ländern sowie die Bundesregierung Deutschlands unter Führung von Dr. Angela Merkel - die seit 2001 den s. g. "Krieg gegen den Terror" führen, Mansour Hadi mit seinem Al-Qaida-Kabinett als Präsidenten des Jemen an. Selbige internationale Staatengemeinschaft liefert zudem jährlich für Mrd. EUR und Dollar modernste Waffensysteme an die Terrorstaaten Saudi Arabien, die VAE, Israel und Regierungen, die am Jemenkrieg beteiligt sind und das entgegen allen international verbindlichen Rüstungsexportverboten.

 

IS / Al Qaida / AQAP - Ursprünge, Verbindungen und Akteure terroristischer Vereinigungen

Im Jemen begann die Terrororganisation Al-Qaida in den 1990er Jahren aktiv zu werden, als die in westlichen Medien titulierten "Freiheitskämpfer" der „arabischen Mudschaheddin“ aus Afghanistan in ihre Dörfer zurück kehrten. Osama bin Laden bildete während des sowjetischen Afghanistankriegs bis Ende der 1980er Jahre - mit Hilfe der USA und Saudi Arabiens, zehntausende Moslems zum heiligen Krieg (Dschihad) aus. In Peshawar (Pakistan), im Haus von Osama Bin Laden, nahm zuvor am 10.09.1988 Al-Qaida seine Arbeit auf - in dem Jahr, als die Sowjetunion mit ihrem Rückzug aus Afghanistan begann. 

 

Auf Bitte der damaligen neuen Regierung Afghanistans von Muhammad Taraki - die nach einem erfolgreichen Militärputsch gegen die Regierung von Mohammed Daoud (1973 – 1978, 1. Präsident der Republik Afghanistan) radikal-kommunistische Reformen versuchte durchzuführen und somit Afghanistan in einen Bürgerkrieg führte, entsendete die damalige Sowjetunion die Rote Armee, um 

Afghanistan innenpolitisch zu stabilisieren. Für die CIA und die USA - die bis heute noch am Trauma des verlorenen Vietnamkrieges leiden, die Gelegenheit, der Sowjetunion ihr "Vietnam" zu bescheren (Vietnamkrieg von 1954 bis 1975, die größte militärische Niederlage der USA in seiner Geschichte).

 

Ohne die anti-sowjetischen Ideologen um Brzeziński, der CIA bzw. die Unterstützung von US-Regierungen, diverser NATO-Staaten sowie arabischen Staaten - insbesondere Saudi Arabien und Pakistan von islamistischen Rebellengruppen in Afghanistan, hätte sich der islamistische Terrorismus mit seinen duzenden Terrororganisationen - wie die der Taliban, Al-Qaida inkl. seinen zahlreichen Splittergruppen – folgend IS/ISIS/ISIL aufgrund des 2. Irakkrieges der USA so nie entwickeln bzw. etablieren können. Auch die Terrororganisation Boko Haram, die im Niger, Tschad, Nigeria und Kamerun ihr Unwesen treibt, ist auf rückkehrende "Freiheitskämpfer" aus dem Afghanistankrieg von Osama Bin Laden zurück zu führen.

 

Schon vor der jetzt bestehenden Terrororganisation  AQAP, existierte zwischen 2002 und 2005 eine gleichnamige Organisation in Saudi-Arabien. Als eigentlicher Gründer und erster Führer von AQAP gilt der Afghanistan-Kämpfer Yūsuf al-ʿUyairī (siehe Konrad-Adenauer-Stiftung - Islamismus: Jihādistische Rechtfertigungen von Gewalt gegen Deutschland) die auf Befehl von Osama bin Laden gegründet wurde.

 

1990, als der Irak Kuweit besetzt (1. Irakkrieg von 1990 bis 1991), bittet Saudi Arabien die USA um Hilfe, was Osama Bin Laden auf die politische Bühne ruft, der Saudi Arabien - analog zum sowjetischen Afghanistankrieg, vor einer möglichen Invasion durch den Irak schützen will. Stattdessen entscheiden sich die Saudis für die Stationierung von US-Truppen auf dem Territorium Saudi Arabiens - ein massiver Affront gegen die islamische Welt, die die Arabische Halbinsel als ihr unverletzbares heiliges Land ansieht. So kommt es zum Bruch zwischen dem saudischen Königshaus und Osama Bin Laden, der seinen Kampf zunächst von Saudi Arabien aus gegen US-freundliche arabischen Monarchien aufnimmt und diesen dann gegen die westliche Welt - insbesondere die USA fortsetzt.

 

Nach Beginn der US-Invasion des Irak im Frühjahr 2003 (2. Irakkrieg 2003 - 2011) - in Folge des Al-Qaida-Terroranschlages in den USA von 2001 (09/11), unternahm AQAP eine Serie von Bombenanschlägen gegen westliche Einrichtungen in Saudi-Arabien selbst. 15 der 19 Attentäter von 9/11 kamen aus Saudi Arabien, das zu den Finanziers des Terroranschlages in den USA gehörte und bis heute  islamistische Terrororganisationen im Irak, Syrien, im Jemen usw. unterstützt bzw. finanziert. Die Anschläge von AQAP in Saudi Arabien setzten sich bis zum Jahre 2004 fort. Die saudischen Behörden konnten die terroristischen Aktivitäten der AQAP erfolgreich bekämpfen, viele militante Islamisten der AQAP flohen daraufhin in den Jemen. 

 

Bedeutende Anschläge von AQAP im Jemen

Dadurch geriet Jemen international immer mehr unter Druck gegen Al-Qaida vorzugehen. Nachdem sich der saudische und der jemenitische Zweig von Al-Qaida im Januar 2009 als AQAP zusammengeschlossen und zu dem gescheiterten Versuch vom 25.12.2009 - der Sprengung des Northwest-Airlines-Flug 253 im Landeanflug auf Detroit bekannt hatte, kam es zu einem erheblichen militärischen Engagement der USA bei Operationen gegen Al Qaida im Jemen, dessen Hauptzentrum sich jetzt im Süd-Jemen etabliert hatte. 

 

AQAP/QAP - Al-Qaeda in the Arabian Peninsula (Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel) und weitere Terrororganisationen

AQAP ist eine regionale Gruppierung der islamistischen Terrororganisation Al-Qaida, welche im Januar 2009 aus einem Zusammenschluss von jemenitischen und saudischen Terrorvereinigungen entsprang und seit Jahren hauptsächlich im mittleren-Jemen große Gebiete* unter Kontrolle hält.

  • Muslimbruderschaft - Gründung 1928 in Ägypten, älteste radikal islamistische Bewegung, weltweit aktiv
  • Tagfiri - radikal islamische Terrorgruppe im Irak, Gründung Mitte der 1970er Jahre
  • Taliban - islamistische Terrorgruppe in Afghanistan, hervorgegangen aus den CIA/Saudi unterstützten Mudschaheddin des sowjetischen Afghanistankrieges von 1979 bis 1989, Gründung 1994
  • Boko Haram - islamistische Terrororganisation, Gründung in Nigeria 2002
  • IS - agierende transnationale wahabitisch-salafistische Terror-Miliz (Entstehung als Folge des 2. US-Irakkrieges 2003-2011), Gründung 2013 (Wahabismus - Salafitentum, Staatsdoktrin Saudi Arabiens)

∟ IS/ISIS/AQI/ISI - Islamischer Staat im Irak und in Syrien

∟ ISIL - Islamischer Staat im Irak und der Levante

  • Ansar al Sharia Jemen – von AQAP als Tochterunternehmen gegründet 2011

  • Ansar al Sharia – Name mehrerer salafistischer libyscher Milizen, Gründung 2011

  • AQIM – Al Qaida im Magreb (Libyen), Gründung 2012 

  • Al-Nusrah-Front – Al Qaida-Tochter in Syrien, Gründung 2012
  • DEASCH - Begriff westlicher Politiker um Bezeichnungen wie Islamischer Staat (IS/ISIS/ISIL) nicht verwenden zu müssen

1979 – Wie der sowjetische Afghanistan-Krieg die Welt veränderte und Al Qaida schuf

Ende Dezember 1979 marschierte die Rote Armee in Afghanistan ein. Damit war die Ära der Entspannung zwischen den Supermächten vorbei. Der Afghanistan-Krieg beschleunigte den Untergang der UdSSR und schuf den Brandherd für die Entstehung der islamistischen Terrororganisation Al-Kaida. Anhand von Aussagen des heutigen Friedensnobelpreisträgers Michail Gorbatschow, von ehemaligen Offizieren der Geheimdienste KGB und CIA sowie afghanischen Anführern veranschaulicht der Dokumentarfilm die kaum bekannten Hintergründe dieses Krieges, der die Welt tiefgreifend veränderte. (Dauer: 57:45)

2001 - Afghanistan, Friedhof der Imperien - der gescheiterte US-geführte NATO-Krieg

Dreißig Jahre später werden NATO-Truppen aus Afghanistan abziehen, so der Plan. Nach fast 20 Jahren Krieg muss die NATO akzeptieren, dass es nicht möglich war, dort militärisch ein westliches politisches System durchzusetzen. Sicherlich werden die Konsequenzen für den Westen nicht so dramatisch wie für die Sowjetunion. Aber doch bedeutet der NATO-Rückzug aus Afghanistan das Ende einer vom Westen dominierten Ära nach dem Ende des Kalten Krieges; seine einstige globale Vormachtstellung ist gebrochen. (25.03.2020 - IPG: Ende mit Schrecken)

 

Doku: 2015 (52:21) 9/11 - Die Welt danach (1)

Die Kriegserklärung

Doku: 2015 - 9/11 - Die Welt danach (2)

Die Spirale der Gewalt


 

Grün: Al Qaida im Jemen mit Stand vom Februar 2015

Februar 2015 - Jemen, Kontrollierte Gebiete - Grün: AQAP/QAP - Al-Qaeda in the Arabian Peninsula (Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel)
Februar 2015 - Jemen, Kontrollierte Gebiete - Grün: AQAP/QAP - Al-Qaeda in the Arabian Peninsula (Al-Qaida auf der arabischen Halbinsel)

Ex-Präsident Hadi - der IS und Al Qaida

Am 20.01.2015 nahmen Houthi-Kämpfer den Präsidentenpalast in der Hauptstadt Sana'a ein und stürzten die von Saudi-Arabien unterstützte Regierung und Interim-Präsidenten Abd Rabbuh Mansur Hadi, dessen legitimierte Amtszeit bis zum Februar 2014 begrenzt war. Hadi erklärt am 22.01.2015 - nach dem er nach Saudi Arabien flüchten durfte, seinen Rücktritt als Präsident Jemens, die Regierung trat ebenfalls zurück. 

 

WELT - 22.01.2015: Jemen - Präsident Hadi und Regierung im Jemen zurückgetreten

Seit 26.03.2015 führt Saudi Arabien auf Bitten Hadis mit Ländern einer afrikanisch/arabischen Kriegskoalition und mit Unterstützung beinahe aller Regierungen der NATO/EU-Wertegesellschaft inkl. Israel, Australien, Brasilien, Südkorea und Co., einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Jemen mit dem Ziel, den Ex-Präsidenten Mansur Hadi in sein Amt zurück zu bomben.

 

Die Golfstaaten Saudi Arabien und die VAE – die beiden führenden Kriegsländer gegen den Jemen, verfolgen dabei unterschiedliche politische Ziele. Saudi Arabien paktiert mit Hadi und ist in Aden bzw. Südjemen selber im Gegensatz zu den Emiraten kaum präsent. 

 

Die VAE setzen dabei auf Salafisten und Separatisten, weil ihnen Hadis Nähe zu den Muslimbrüdern nicht passt. Jemenitische Aktivisten glauben, dass die VAE mit Hilfe von Elite-Einheiten der SEF (SEF: Shabwan Elite Forces), den separatistischen Bewegungen des Südlichen Übergangsrates STC/Hirak (Southern Transitional Council) und eingekauften Söldner aus aller Welt, die Kontrolle über alle ölreichen Gebiete im südlichen Jemen übernehmen zu können.

 

Um die erneute Amtseinführung Hadis zu erzwingen, bedienen sich die saudische Kriegskoalition und der Ex-Präsident Hadi - neben ehemaligen jemenitischen Regierungstruppen von Hadis Vorgänger Präsident Saleh (1978 bis 2012), auch der Terrororganisationen des IS und Al Qaida.

 

In den Kriegsjahren Februar 2015 bis heute wurden und werden tausende von Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord durch die saudische Kriegskoalition und Hadis Exilregierung mit Hilfe von Al Qaida und dem IS gegen das jemenitische Volk begangen.

Jemen-Livemap - Stand 01.09.2018 bzw. 31.01.2021

Grün: Kontrollierte Gebiete von AQAP/IS 

Blau: Kontrollierte Gebiete von Saudi Arabien, VAE und Söldner, Separatistische Milizen und Hadi-Truppen

Rot: Kontrollierte Gebiete  durch jemenitischen Streitkräfte, Volkskomitees und Sicherheitsdienste (Houthi-Kämpfer)

Zahlreiche territoriale Gewinne von vorher kontrollierten IS/Al-Qaida-Gebieten bzw. Einnahme des Al-Qaida-Hauptquartier in Marib und deren sichergestellte Dokumente durch die Houthi-Kämpfer, belegen seit geraumer Zeit zweifelsfrei sehr enge Verbindungen zwischen der vom jemenitischen Volk nicht legitimierten Hadi-Regierung, der s. g. internationalen Staatengemeinschaft die Hadi anerkennt und den Terrororganisationen des IS und Al Qaida. So ist in diversen internationalen Medien zu lesen:

  • Der AQAP-Führer Khaled Saeed Omar Batarfi kündigte Mitte Juni 2015 an, dass Al-Qaida an Gefechten gegen die Houthi-Kämpfer beteiligt sein wird. Später im Jahr 2017 gab der inzwischen verstorbene Al-Qaida-Führer Qasim al-Rimi zu, dass seine Truppen im Jemen häufig Seite an Seite mit von den USA und Saudi-Arabien unterstützten Streitkräften kämpfen.
  • So stellen die von Saudi-Arabien angeführten und von den USA/NATO/EU-unterstützten-Länder der Kriegskoalition Al-Qaida und IS bei ihren Kampfhandlungen gegen die Houthi-Kämpfer Luftschutz zur Verfügung.
  • Es gibt einen regelmäßigen Austausch von Informationen zwischen Al-Qaida und Ländern der saudischen Kriegskoalition gegen den Jemen und ihren Söldnern, vor allem Angaben über die Standorte der Houthi-Kämpfer, damit die Luftwaffe der Saudi/Emirati-Kriegskoalition und Al-Qaida gezielt angreifen können.
  • Es gibt zahlreiche Belege internationaler Medien – u.a. vom Februar 2019 von CNN darüber, dass der IS und Al Qaida mit Waffen aus NATO/EU-Beständen ausgestattet wurde. Diese Waffen erhielten Saudi-Arabien und die VAE über die CIA aus den USA bzw. EU-Ländern. 
  • Gefundene Dokumente und Auswiese von IS/Al-Qaida-Mitgliedern belegen, dass das Verteidigungsministerium der Hadi-Exil-Regierung in Riad, Verkehrserlaubnisse erhalten haben, um militärische Sicherheitspunkte der Kriegskoalition passieren zu können.
  • Dokumentiert wurden auch medizinische Behandlungen von IS/Al-Qaida-Terroristen, die in Saudi Arabien und in von der Kriegskoalition kontrollierten Gebieten bzw. von Al-Qaida kontrollierten Gebieten, stattfanden.
  • Darüber hinaus hat Geopolitics Alert am 07.11.2020 einen Bericht jemenitischer Militärquellen geprüft, in dem die umfassende Zusammenarbeit zwischen der von den USA unterstützten saudischen Koalition und Terrorgruppen beschrieben wird. Dem Bericht zufolge sind schätzungsweise 5 bis 7% aller von Saudi-Arabien unterstützten Kämpfer mit Al-Qaida oder dem IS verbunden. Die US-saudische Unterstützung für Al-Qaida erfolgt systematisch beinhaltet koordinierte Schulungen und vieles mehr. 
  • Al-Qaida-Mitglieder oder direkte Mitglieder, von denen viele vom US-Außenministerium gesucht werden, haben bei von Saudi-Arabien unterstützten Streitkräften trainiert und moderne US-Waffen erhalten. Viele Al-Qaida-Mitglieder wurden sogar in hochrangige Positionen innerhalb der international anerkannten - von Saudi-Arabien unterstützten Regierung des Ex-Präsidenten Hadi berufen. Al-Qaida-Mitglieder oder direkte Mitglieder wurden zu hochrangigen Regierungspositionen als Gouverneure, Berater und Verhandlungsführer ernannt, die sogar zu Friedensgesprächen zum UN-Menschenrechtsrat nach Genf entsandt wurden.
  • Al-Qaida-Trainingslager, die strategisch günstig an der saudischen Grenze zum Jemen liegen, weisen darauf hin, dass Riad - und damit auch die USA, Frankreich, Großbritannien und Deutschland – die größten Waffenlieferanten der saudischen Kriegskoalition - Terroristen viel mehr Unterstützung und Bewegungsfreiheit bieten als derzeit bekannt. Diese systemische Unterstützung hat zweifellos zur Ausbreitung des globalen Terrorismus beigetragen, wobei der Jemen als Nährboden diente.
  • Der Krieg gegen den Terror, der 2001 als vorrangig gegen al-Qaida geführte Kampagne begonnen hatte, ist 20 Jahre später zu einem globalen Dauerkrieg mutiert. Dieser umfasst neben der Unterstützung von Terrorstaaten wie Saudi Arabien, die VAE, Katar, Kuwait, Bahrain usw., direkte Kampfeinsätze der amerikanischen Streitkräfte, gezielte Tötung durch Drohnen oder militärische „Stellvertreter-Einsätze“ im gesamten Nahen Osten, in Afrika und in Ostasien.

Führungspositionen von IS/Al-Qaida-Terroristen in der Hadi-Regierung

  1. Ali Mohsen Saleh Al-Ahmar, der Stellvertreter des scheidenden Präsidenten Hadi, hat Beziehungen zu Al-Qaida, laut Bestätigungen des „Washington Institute for Middle East Studies“ im Jahre 2011 und der „New York Times“ im November 2000.
  2. Naif Saleh Salem Al-Qaisi, der vom scheidenden Präsidenten Hadi im Jahre 2015 als Gouverneur von Al-Baida ernannt worden war.
  3. Adel Abdu Fari Al-Dhubhani, als „Abu Al-Abbas“ bekannt, der von der sog. „Legitimitätsregierung“ als Befehlshaber von Militäreinheiten, den sog. „Abu Al-Abbas-Brigaden“ in Taiz, ernannt worden ist.
  4. Khaled Ali Mabkhot Al-Arada, ein der Militärführer der sog. „Nationalarmee“, der Bruder von Sultan Al-Arada, dem von der „Legitimitätsregierung“ ernannten Gouverneur von Marib.
  5. Abdulwahab Mohammed Abdurrahman Al-Humaiqani, der Berater vom scheidenden Präsidenten Hadi und zusätzlich einer der Mitglieder des Genfer Verhandlungsteams in 2015.
  6. Al-Hassen ibn Ali Abkar, als Kommandeur des sog. „Widerstands“ in der Provinz Al-Dschauf, der auf der Seite der Aggressionsländer gegen den Jemen steht.
  7. Abdurrab Saleh Assalami, der Staatsminister und Mitglied des Kabinetts der sog. Legitimitätsregierung.
  8. Dschumaan Hamad Safian, der Berater des Verteidigungsministers der sog. „Legitimitätsregierung“.
  9. Hassan Ghaleb Al-Adschdaa, der Kommandeur der Al-Schaddadi-Brigade in Marib, einer der Formationen der sog. „Legitimitätsregierung“.
  10. Amin Ali Al-Ukaimi, der Gouverneur von Al-Dschauf, war der erste, der Anhänger der Al-Qaida-Organisation in Al-Dschauf nach ihrer Rückkehr aus Afghanistan beschützte und sammelte Spenden für Al-Qaida.
  11. Jaser Hussain Faid Madschalli, der Kommandeur der Brigade 63 seit 2017. Diese Brigade ist in der Formationen der sog. „Nationalarmee“ im Baqim-Grenzgebiet zu Saudi-Arabien. Er ist der Bruder von Othman Madschalli. Er und seiner Bruder sind einige der Hauptverdächtigten bei der Entführung von deutschen Staatsbürgern im Jahr 2008.

 

Der so genannte "Krieg gegen den Terror"

Allein den USA – ohne verbündete Staaten, hat der Krieg gegen den Terror von 2001 bis 2020 laut Statista 2.407 Milliarden US-Dollar gekostett. Der "Krieg gegen den Terror" ist ein militärischer Heerzug, der vom US-Präsidenten George W. Bush (2001 - 2009) als Reaktion auf die Terroranschläge von Al-Qaida nach dem 11. September 2001 eingeleitet wurde und den Afghanistan- und Irakkrieg umfassen sollte.

 

Laut Studie COSTS OF WAR der Brown University (USA) aus dem September 2020, haben die Kriege der USA nach 9/11 mindestens 37 Millionen Menschen in und aus Afghanistan, Irak, Pakistan, Jemen, Somalia, Philippinen, Libyen und Syrien vertrieben. Das übertrifft die Zahl VON Vertriebenen aller Kriege seit 1900, mit Ausnahme des Zweiten Weltkriegs.

 

Millionen weitere wurden durch andere Konflikte nach 9/11 unter Beteiligung von US-Truppen unter anderem in Burkina Faso, Kamerun, Zentralafrika, Republik, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Mali, Niger, Saudi-Arabien und Tunesien zu Vertriebenen.

Die 37 Millionen sind laut Studie Costs of War eine sehr konservative Schätzung. Die Gesamtzahl der durch die USA nach 9/11 in Kriegen Vertriebenen könnte eher bei 48 bis 59 Millionen liegen.

 

Laut Mnar Muhawsh vom 03.12.2019 – US-Journalistin und Gründerin von Mind Press News, hat der seit langem andauernde US-Krieg gegen den Terror fast 8 Millionen unschuldige Muslime das Leben gekostet. Das größte Missverständnis, das die Menschen über den s.g. "Krieg gegen den Terror" haben ist, dass dieser Krieg in Wahrheit nur eine Erweiterung der von den USA geführten Militäroperationen in diesen Ländern bereits ab den frühen 1980er und 1990er Jahren ist. Die geführten US-Kriege seit den 1980er Jahren sind gegenüber dem „Krieg gegen den Terror“ eher bedeutungslos und hatten nichts mit Muslimen, Islam oder Terror zu tun. Bei diesen Kriegen ging es darum, ölreiche Regionen im Interesse der USA zu sichern.

 

Der „Krieg gegen den Terror“, so belegt es eine Dokumentation des israelischen Filmemachers Ilan Ziv, ist nach wie vor ein expandierender Konflikt mit Terror-Gegenschlägen, die die westlichen Gesellschaften erzittern lassen. Dieser Kreislauf der Gewalt führt seit 20 Jahren zur Destabilisierung der weltpolitischen Ordnung und heutigen Demokratien, für deren Erhalt der Krieg ursprünglich begonnen wurde.

 

Rechtsgrundlagen - Gründung und Unterstützung von terroristischen Vereinigungen

Am 12. September 2001, nur einen Tag nach den Terroranschlägen in New York und Washington (9/11), verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen die Resolution 1368 (2001), der diese Anschläge als bewaffneten Angriff auf die Vereinigten Staaten sowie als Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit einstufte.

 

In der Resolution wird die dringende Zusammenarbeit aller Staaten gefordert, um die Täter, Organisatoren und Förderer dieser Terroranschläge vor Gericht zu stellen, und betont, dass diejenigen, die den Tätern, Organisatoren und Förderern dieser Handlungen geholfen, sie unterstützt oder ihnen Unterschlupf gewährt haben, zur Verantwortung gezogen werden.

 

Mit Beschluss vom 16.11.2001 und Folgebeschlüssen hat der Deutsche Bundestag zugestimmt, dass bewaffnete deutsche Streitkräfte bei der Unterstützung der gemeinsamen Reaktion auf terroristische Angriffe gegen die USA eingesetzt werden. Ziel der Bundeswehr:

  • Führungs-und Ausbildungseinrichtungen von Terroristen auszuschalten
  • Terroristen zu bekämpfen, gefangen zu nehmen und vor Gericht zu stellen
  • Dritte dauerhaft von der Unterstützung terroristischer Aktivitäten abzuhalten.

(Quelle: Bundeswehr - Kampf gegen den internationalen Terrorismus – OEF)

 

Römisches Statut des Internationalen Strafgerichtshofs Art. 5, 6, 7, 8

Deutschlands „Krieg gegen den Terror“ (von Tobias Pflüger)

Die Gerichtsbarkeit des Gerichtshofs erstreckt sich in Übereinstimmung mit diesem Statut auf folgende Verbrechen:

a)    das Verbrechen des Völkermords;

b)    Verbrechen gegen die Menschlichkeit;

c)    Kriegsverbrechen;

d)    das Verbrechen der Aggression.

 

Völkerstrafgesetzbuch / Strafgesetzbuch BRD

Beihilfe bzw. Bildung terroristischer Vereinigungen

(1) Wer eine Vereinigung gründet, deren Zwecke oder deren Tätigkeit darauf gerichtet sind, Mord oder Totschlag oder Völkermord (§ 6 des VStGB) oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit (§ 7 des VStGB) oder Kriegsverbrechen (§§ 8, 9, 10, 11 oder § 12 des VStGB) zu begehen, wird bestraft.

(5) Wer eine terroristische Vereinigung unterstützt, wird mit Freiheitsstrafe bestraft.

 

RICHTLINIE (EU) 2017/541 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES

vom 15. März 2017

zur Terrorismusbekämpfung und zur Ersetzung des Rahmenbeschlusses 2002/475/JI des Rates und zur Änderung des Beschlusses 2005/671/JI des Rates

(1) Die Union gründet sich auf die universellen Werte der Würde des Menschen, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität sowie der Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten. Sie beruht auf den Grundsätzen der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit, die allen Mitgliedstaaten gemein sind.

(2) Terroristische Handlungen zählen zu den schwersten Verstößen gegen die universellen Werte der Menschenwürde, der Freiheit, der Gleichheit und der Solidarität sowie der Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten, auf die sich die Union gründet. Sie stellen zudem einen der schwersten Angriffe auf die Grundsätze der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit dar, die allen Mitgliedstaaten gemein sind und die der Union zugrunde liegen.

 

  EU-Liste terroristischer Organisationen

12.09.2014 „Islamischer Staat“ - Organisation richtet sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung sowie den Gedanken der Völkerverständigung

Sanktionsliste der EU / Terrorismus UN und EU

- Restriktive Maßnahmen in Bezug auf ISIL (Da'esh) und Al-Qaida (ISIL / Daesh & Al-Qaida)

- Restriktive Maßnahmen gegen schwere Menschenrechtsverletzungen und -verletzungen

 

Restriktive Maßnahmen oder Sanktionen sind eines der Instrumente der EU zur Förderung der Ziele der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP). Dazu gehört die Wahrung der Werte der EU, ihrer Grundinteressen und ihrer Sicherheit; Festigung und Unterstützung der Demokratie, der Rechtsstaatlichkeit, der Menschenrechte und der Grundsätze des Völkerrechts; Wahrung des Friedens; Verhinderung von Konflikten und Stärkung der internationalen Sicherheit.

 

Die Houthi-Kämpfer gegen Al Qaida und Islamischer Staat

Die jemenitischen Streitkräfte, Volkskomitees und Sicherheitsdienste - in westlichen Medien auf den Begriff Houthi-Rebellen reduziert, führen - trotz der völkerrechtswidrigen US/Saudi/Emirati-Invasion seit 26. März 2015, bereits seit 2014 erfolgreich militärische Operationen gegen die Terrororganisationen des IS und Al Qaida durch. So konnten sie verhindern, das sich der IS und Al Qaida in den kontrollierten Gebieten der Houthis dauerhaft festsetzen konnte, zahlreiche Gebiete konnten im Nordjemen von IS und Al Qaida befreit werden. 

 

Der Islamische Statt - ein Ergebnis des von den USA geführten Krieges im Irak, begann seine Terrorakte im Jahr 2015 in Sanaa sowie den Provinzen Aden, Abyan und Hadrmaut. 

 

Die Entstehung von Al Qaida im Jemen findet ihren Ursprung in den rückkehrenden Osama-Bin-Laden-Kriegern aus dem Afghanistankrieg Ende der 1980er Jahre gegen die Sowjetunion, mit Unterstützung der USA, Akteuren der Muslimbruderschaft und Führern der Al-Islah-Partei. Viele der "arabischen Mudschaheddin" erhielten Zugang zur Al-Iman-Universität, in denen sie einen Hochschulabschluss absolvieren konnten und ideologisch radikalisiert wurden, andere wurden in diversen Militärlagern, wie z. B. "Al-Firqah Alula Mudarra" (die 1. Panzerdivision) ausgebildet und trainiert. Dieses Militärlager galt als eines der wichtigsten Rekrutierungslager für Al-Qaida-Sympathisanten, die dort lernten, wie Enthauptungen durch zu führen sind.

 

Zu den Führern von Al Qaida gehört u. a. Abdulmadschid Aziz Al-Zindani - Vorsitzender der Al-Islah-Partei und Präsident der Al-Iman-Universität, gelistet auf der konsolidierten Terrorliste des UN-Sicherheitsrates gemäß Resolution 1267 (1999)

 

Doku: 2011 (Dauer: 01:40:59) Die Köpfe hinter Al Qaida

Doku: ZDF 2012 (Dauer: 42:21) Al Qaida im Jemen


Noam Chomsky zur Rolle der USA, Al Qaida und die Houthi-Kämpfer

Prof. Noam Chomsky

„… Das Problem ist die Unterstützung der Saudischen Invasion, die Bombardements und somit die Blockade, welche die Lieferung von Nahrung und anderen Vorräten über Luft und See verriegelt. Die USA unterstützen die saudischen Angriffe, die neue Pforten für die Operationen der Al Qaida - die Hauptquelle dessen, was wir Terror nennen öffnet. Al Qaida expandiert und erobert neue Städte infolge des saudischen Krieges gegen die Houthis, welche die Hauptfeinde von Al Qaida waren und jetzt in einen Krieg mit Saudi Arabien und den USA verwickelt sind. …“ 

 

(Dauer: 04:34)

Medienspiegel - Al Qaida und IS

21.02.2021 – Pars Today

Pro-Hadi-Bataillon läuft zur jemenitischen Armee über

Berichten vom Samstag zufolge hat das Bataillon der pro Hadi 117. Infanterie-Brigade den sich und seine gesamte militärische Ausrüstung den jemenitischen Streitkräften übergeben. Die Entwicklung kommt zu einer Zeit, in der die jemenitischen Streitkräfte gegen die von Saudi-Arabien geführten Koalitionskräfte und ihre Söldner in der Zentralprovinz Ma'rib vorrücken.

 

Die Terroristengruppe IS hat offen bestätigt, dass ihre Mitglieder neben den Söldnern in der gasproduzierenden Region kämpfen, die als letzte Hochburg der von Saudi-Arabien unterstützten Streitkräfte im Nordjemen gilt. …

 

14.02.2021 – Daily Yemen

Sana'a-Sicherheitskräfte Verhaften Al-Qaida-Zelle in Al-Baidha

Brigg. General Al-Ajri erklärte in einer Erklärung, dass die Zelle aus 19 Mitgliedern besteht, die vom Verbrecher Hamza Muhsin Al-Mashdali alias Abu Saleh Al-Mashdali gebildet wurden. Der Sprecher gab an, dass die Zelle von der von Saudi-Arabien geführten Koalition betrieben wurde und beauftragte sie, kriminelle Operationen gegen Mitglieder der Volkskomitees (Houthis 'Kämpfer) in der Stadt Al-Baidha durchzuführen.

 

14.02.2021 – Daily Yemen

Von Den USA Gesucht, Al-Qaida-Spitzenreiter in Marib Getötet

Ein hochrangiger Al-Qaida-Führer, der von den Vereinigten Staaten gesucht wurde, wurde in der nordöstlichen jemenitischen Stadt Marib getötet. […]

 

Al-Qaida ist stark in die Schlacht von Marib verwickelt und steht seit kurzem im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit der saudischen Koalition, die vor dem Fall von Marib steht, wenn die Sana'a-Streitkräfte und die Kämpfer der Houthis vorrücken.

 

06.02.2021 – Daily Yemen

Anführer von Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel verhaftet

Der Führer von Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP) Khalid Batarfi wurde vor einigen Monaten festgenommen, wie ein Bericht der Vereinten Nationen (UN) enthüllte. […]

 

In dem Bericht heißt es, dass Batarfis Verhaftung im Oktober letzten Jahres während einer Operation in Ghayda City, Provinz Al-Mahrah, zur Ermordung seines Stellvertreters Saad Atef Al-Awlaki führte. Der Bericht, der von einem auf extremistische Gruppen spezialisierten UN-Überwachungsteam beim Sicherheitsrat eingereicht wurde, ist die erste offizielle Bestätigung der Verhaftung von Batarfi nach nicht überprüften Berichten.

 

Die SITE Intelligence Group, die die Online-Aktivitäten dschihadistischer Organisationen überwacht, zitierte jedoch im Oktober unbestätigte Berichte, wonach Batarfi von jemenitischen Sicherheitskräften festgenommen und anschließend an Saudi-Arabien übergeben worden sei.

 

SITE gab bekannt, dass Batarfi, der 2018 vom US-Außenministerium zum globalen Terroristen ernannt wurde, im Februar 2020 zum Führer der AQAP ernannt wurde und Qasim Al-Raymi ersetzte, nachdem er bei einem US-Angriff im Jemen getötet worden war. Al-Raymi trat die Nachfolge von Nasir Al-Wuhayshi an, der im Juni 2015 bei einem US-Drohnenangriff im Jemen getötet wurde.

 

05.01.2021 – Sanaa-Center

387 Tage der Macht: Wie Al-Qaida eine jemenitische Stadt eroberte, hielt und letztendlich verlor | Sana'a Zentrum für strategische Studien

Am 26. März 2015 startete Saudi-Arabien die Operation Decisive Storm, die eine kurze Luftkampagne sein sollte - die Saudis sagten den USA, es würde „ungefähr sechs Wochen“ dauern, um die Houthis aus Sana'a zu vertreiben und wieder einzusetzen Jemens international anerkannter Präsident Abdo Rabbu Mansour Hadi.

 

Riads impulsiver Ansturm auf den Krieg hätte katastrophale Folgen für den Jemen, Saudi-Arabien und die gesamte Region und würde eine Kaskade von Aktionen und Reaktionen auslösen, die wie der Konflikt selbst bis heute andauert. Die Kontrolle von Al-Qaida über Mukalla eine Woche nach Beginn der saudischen Luftkampagne war die erste wesentliche Auswirkung. 

 

29.12.2020 – National Review

USA: Eine Untersuchung des Senats ergab, dass der Obama-Administrator wissentlich einen Al-Qaida-Partner finanziert hat

Die gemeinnützige humanitäre Organisation World Vision United States hat 2014 mit Genehmigung der Obama-Regierung unzulässig mit der Islamic Relief Agency (ISRA) Geschäfte getätigt und Regierungsgelder an eine Organisation geschickt, die laut einem neuen Bericht wegen ihrer Verbindungen zum Terrorismus sanktioniert worden war. […]

 

Auslöser der Untersuchung war ein Artikel der National Review vom Juli 2018, in dem Sam Westrop, der Direktor der Islamist Watch des Middle East Forum, die Ergebnisse der MEF ausführlich darlegte, wonach die Obama-Regierung der ISRA einen Zuschuss von 200.000 US-Dollar an Steuergeldern zugestimmt hatte. Regierungsbeamte genehmigten ausdrücklich die Freigabe von „mindestens 115.000 USD“ dieses Zuschusses, selbst nachdem sie erfahren hatten, dass es sich um eine designierte Terrororganisation handelt, schrieb Westrop.

 

20.11.2020 - Espanol Almayadeen

Jemen verhaftet 70 Al-Qaida-Terroristen und saudische Söldner

Im Rahmen von Vergeltungsoperationen gegen Riad nehmen jemenitische Kräfte mehr als 70 saudi-arabische Söldner und Al-Qaida-Terroristen fest.

 

Der Sprecher des Innenministeriums der jemenitischen Nationalen Heilsregierung, Abduljaliq al-Ayri, sagte am Montag, dass neun Mitglieder der Terrorgruppe Al-Qaida und 63 Elemente, die mit der von Saudi-Arabien geführten sogenannten Koalition gegen den Jemen in Verbindung stehen, verhaftet wurden. […]

 

Die neue Errungenschaft der jemenitischen Militäreinheiten kommt, nachdem der Jemen vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UNSC) die Verbindungen zwischen den Terrorgruppen Al-Qaida und Daesh mit Saudi-Arabien offengelegt hat.

 

14.11.2020 – RT

Russland zur Situation in Syrien: USA bilden ISIS-Gefangene zum Kampf gegen Assad aus

Laut dem Leiter des russisch-syrischen Koordinationszentrums für die Rückkehr von Flüchtlingen, Michail Misintsew, rekrutiert die von den USA geführte Koalition in Syrien Mitglieder des Islamischen Staates für den Beitritt zu militanten Gruppen, die gegen die syrische Regierung kämpfen. Das sagte Misintsew am Mittwoch auf der internationalen Konferenz über die Rückkehr von Flüchtlingen in Damaskus.

 

Demnach trainieren US-Ausbilder rund 30 ISIS-Gefangene aus dem Al-Hol-Lager in Syrien. Die Gefangenen durchliefen einen zweimonatigen Spezialkurs unter der Leitung von US-Ausbildern.

 

07.11.2020 – Geopolitics Alerts

A-Qaida im Jemen macht 7% der saudischen Truppen aus, die in Hadis Regierungspositionen gerufen werden

Jemens Armee- und Volkskomitees – internationale Medien reduzieren diese auf den Begriff „Houthi-Rebellen“ , führen bereits seit 2014 Operationen gegen Al-Qaida und ISIS im Jemen durch. Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel gilt als der stärkste und am besten organisierte Zweig der Terrorgruppe. Obwohl die Terrorgruppe in Syrien und im Irak größtenteils vor einer Niederlage stand, ist es ISIS gelungen, im Jemen zu wachsen und zu expandieren.

 

Tatsächlich hat die von den USA unterstützte saudische Aggression gegen den Jemen beide Terrorgruppen – Al-Qaida und den ISIS, drastisch ermutigt und gestärkt. Durch die Eroberung von Terroristen kontrolliertem Gebiet wurde die systematische Unterstützung von Al-Qaida und ISIS durch Saudi-Arabien und Koalitionsverbündete im Jemen offengelegt. Al-Qaida-Mitglieder oder direkte Mitglieder, von denen viele vom US-Außenministerium gesucht werden, haben bei von Saudi-Arabien unterstützten Streitkräften trainiert und fortschrittliche US-Waffen erhalten.

 

Viele Al-Qaida-Mitglieder wurden sogar in hochrangige Positionen innerhalb der international anerkannten, von Saudi-Arabien unterstützten Regierung von Abdrabbuh Mansur Hadi berufen. Al-Qaida-Trainingslager, die strategisch günstig an der saudischen Grenze zum Jemen liegen, weisen darauf hin, dass Riad - und damit auch die Vereinigten Staaten - Terroristen viel mehr Unterstützung und Freizügigkeit bieten als derzeit bekannt. Diese systemische Unterstützung hat zweifellos zur Ausbreitung des globalen Terrorismus beigetragen, wobei der Jemen als Nährboden diente.

 

29.10.2020 – Auswärtiges Amt

Kampf gegen IS entschlossen fortsetzen

Die Terrororganisation des so genannten Islamischen Staats bleibt gefährlich. Der IS organisiert sich in Irak und Syrien weiter im Untergrund und verübt noch immer Anschläge. In der Pandemie konnte er den teilweise reduzierten Verfolgungsdruck für sich nutzen. Um die Sicherheit in der Region und auch bei uns in Europa zu gewährleisten, müssen wir ein Wiedererstarken des IS unter allen Umständen verhindern. Es ist daher wichtig, dass der Bundestag heute die Verlängerung des Bundeswehrmandats beschlossen hat.

So legitimiert der Bundestag die Verlängerung des deutschen militärischen Beitrags zur Bekämpfung von IS in Irak und Syrien.

 

25.10.2020 - Espanol Almayadeen

Jemen enthüllt Verbindungen zwischen Saudi-Arabien und Daesh-Terroristen

Das jemenitische Außenministerium schickte am Samstag zwei getrennte Briefe an die Vereinten Nationen (UN) und ihren Sicherheitsrat, die Offenlegung der Entdeckung eines Teils der al-Qaida und Daesh-Dateien, die die Verbindungen mit Saudi-Arabien und seinen Verbündeten ans Licht bringen.

 

Diese Dokumente zeigen, dass die saudischen und verbündeten Verteidigungsministerien die Terroristen finanziell unterstützen, einschließlich der Zahlung von Monatsgehältern, und Militärkarten ausgestellt haben, die die Terroristen als Mitglieder der saudischen Koalition ausweisen. Nach Angaben des jemenitischen Außenministeriums haben einige der Anführer dieser extremistischen Gruppen sogar hochrangige Positionen in der Regierung des flüchtigen Ex-Präsidenten Abdu Rabu Mansur Hadi inne, und unter ihnen stehen mehrere auf der schwarzen Liste der Vereinigten Staaten, heißt es weiter. [...]

 

In dem Schreiben werden auch die jüngsten Erfolge der Armee, unterstützt von den Volkskomitees, gegen die in der südwestlichen Provinz Al-Bayda operierenden Terroristen von Al-Qaida und Daesh hervorgehoben. [...] Die Streitkräfte und die Volkskomitees beschlagnahmten große Mengen an Waffen und militärischer Ausrüstung in der Qualität der Terroristen, die nur einige Länder wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Staaten besitzen, was ihre Verbindungen zu beiden Takfiri-Banden bestätigt, heißt es in den Briefen.

 

09.04.2020 – Middle East Monitor

Jemen: Dokument enthüllt die Unterstützung der saudischen Koalition für Al-Qaida in Baydah

Die Presseagentur des Jemen hat berichtet, dass ein Journalist aus dem Süden ein Dokument veröffentlicht hat, das das Ausmaß der Beziehungen zwischen der von den USA unterstützten, von Saudi-Arabien geführten Koalition und der Terroristengruppe AQAP (Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel) im Zentraljemen aufzeigen soll.

 

Ein offizielles Dokument des al-Humiqani-Stammes warnt die von Saudi-Arabien geführte Koalition davor, Waffen an terroristische Organisationen durch die Al-Rashad-Partei, die Muslimbruderschaft und den mit Daesh verbundenen Terroristen Abdul Rahman Abu al-Harith al-Humiqani zu senden", sagte er Salah Bin Laghbar, gepostet auf Twitter.

 

18.09.2019 – Voltairenet

Im Jemen liefert die NATO an Daesch Waffen

Eine Untersuchung von Dilyana Gaytandzhieva, veröffentlicht von Arms Watch, stellte gestützt auf Dokumente fest, dass die NATO-Mission in Afghanistan (Resolute Support Mission) als Deckmantel für einen US-Waffenhandel dient, um Daesh im Jemen zu beliefern. Die Untersuchung ergab nebenbei, dass die US-Spezialeinheiten (Task Force Smoking Gun in Kroatien) auch Waffen an Al-Qaida (Al-Nusra Front) in Syrien transportiert haben.

 

Viele Unternehmen sind daran beteiligt, darunter Sierra Four Industries, Orbital ATK, Global Ordnance und UDC in den Vereinigten Staaten, sowie die aserbaidschanische, serbische und saudische Regierung. Vor zwei Jahren machte sich die bulgarische Journalistin Dilyana Gaytandzhieva einen Namen, indem sie Dokumente veröffentlichte, die den größten Waffenhandel der Geschichte, die Operation Timber Sycamore, bezeugen.

 

Februar 2019 – CNN, Exklusiver Bericht

An einen Verbündeten verkauft, gegen einen Feind verloren

Die USA haben Waffen und Geheimnisse an die Saudis und Emiratis verschifft. Jetzt sind einige in den Händen von Kämpfern, die mit Al-Qaida und dem Iran verbunden sind.

 

Hodeidah, Jemen (CNN) - Saudi-Arabien und seine Koalitionspartner haben Waffen aus amerikanischer Produktion an Al-Qaida-Kämpfer, harte Salafi-Milizen und andere Fraktionen, die im Jemen Krieg führen, unter Verstoß gegen ihre Vereinbarungen mit den Vereinigten Staaten, verschoben.

 

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, ihr Hauptpartner im Krieg, haben die in den USA hergestellten Waffen als Währung verwendet, um die Loyalität von Milizen oder Stämmen zu kaufen, ausgewählte bewaffnete Akteure zu stärken und die komplexe politische Landschaft zu beeinflussen.

 

05.02.2019 - Spiegel

Rüstungsgüter im Jemen: So kommen Terroristen an amerikanische Waffen

Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate dürfen in den USA und Europa gekaufte Rüstungsgüter nicht weitergeben. Dennoch landen die Waffen bei Terrorgruppen mit Verbindungen zu al-Qaida. Die USA haben nach Angaben des Stockholm International Peace Research Institute zwischen 2011 und 2014 mehr als 2600 MRAPs an Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) exportiert. Beide arabische Staaten verpflichteten sich gegenüber Washington, die importierten Rüstungsgüter nicht an Dritte weiterzugeben. […]

 

Der CNN-Bericht deckt sich mit Erkenntnissen des SPIEGEL: Ein SPIEGEL-Team beobachtete Ende 2018 in der Nähe von Hudaida mehrere MRAPs, die im Besitz der Salafistengruppe "Giganten" waren.

 

Saudi-Arabien kooperiert mit Terrormiliz

Die Salafistentruppe gilt als Sammelbecken religiöser Eiferer, die mit Inbrunst gegen die schiitische Huthi-Miliz kämpfen. Und doch sind die "Giganten" noch nicht einmal die radikalste Kampfgruppe, die von Saudi-Arabien und den Emiraten mit militärischer Ausrüstung "Made in USA" versorgt wird. Auch die "Abu-al-Abbas Brigaden", die rund um die Stadt Taizz an der Seite der arabischen Koalition gegen die Huthis kämpft, ist seit Jahren im Besitz von MRAPs. Schon im November 2015 lieferten die VAE drei dieser Fahrzeuge an die "Abu-al-Abbas Brigaden", die wenig später mit ihnen durch die Straßen von Taizz paradierten. Die MRAPs waren mit den Flaggen der VAE und des Jemen geschmückt. Der Anführer der Truppe, Adil Abduh Fari Uthman al-Dhubhani alias Abu al-Abbas, steht seit Oktober 2017 auf den Terrorlisten der USA und Saudi-Arabiens, weil er enge Verbindungen zur Terrororganisation "al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel" (AQAP) unterhalten soll.

 

Handgranaten aus der Schweiz und G3 aus Deutschland landen bei Terroristen

 

"Wir liefern keine Waffen an Milizen im Jemen", sagte etwa der damalige saudi-arabische Armeesprecher Ahmed al-Asiri 2016 dem SPIEGEL. Ein Jahr zuvor waren Fernsehbilder aufgetaucht, die zeigten, wie saudi-arabische Militärflugzeuge Sturmgewehre vom Typ Heckler & Koch G3 im Jemen abwarfen, um Anti-Huthi-Milizen zu unterstützen. Zwar darf Saudi-Arabien seit dem Jahr 2008 das G3 und das G36 in Lizenz produzieren - allerdings nur für den Bedarf der eigenen Armee, nicht zur Lieferung an Dritte.

 

05.02.2019 – Al Jazeera

Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, gaben US-Waffen an mit Al-Qaida verbundene Gruppen weiter

Die CNN-Untersuchung bestätigte einen früheren Bericht von Al Jazeera und sagte, dass die Waffen auch in die Hände von Houthi-Rebellen gelangt seien, die gegen die Koalition um die Kontrolle über das Land kämpfen.

 

14.12.2018 – Deutsche Welle

Jemen und der globale Waffenhandel | DW-Dokumentation (Waffendokumentation)

Im Westen hergestellte und nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate exportierte Waffen sind in den Händen von jemenitischen Milizen und Al-Qaida gelandet.

 

Dies ist ein direkter Verstoß gegen internationales Recht und Waffenhandelsverträge. Eine Dokumentation des unabhängigen Journalistennetzwerks Arab Reporters for Investigative Journalism (ARIJ) enthüllt die schockierenden Details. Der ägyptische Journalist Mohamed Aboelgheit hat ein Jahr lang die Herkunft der Waffen, die in den Händen bewaffneter Gruppen im jemenitischen Bürgerkrieg gelandet sind, nachgezeichnet und dokumentiert. Zu den Herkunftsländern gehören Deutschland, die USA, Großbritannien, Österreich, Spanien, die Schweiz, Belgien, Serbien, Bulgarien und andere.

Doch nach internationalen Verträgen hätten diese Waffen niemals in die Hände jemenitischer Milizen gelangen dürfen. Aboelgheit erstellte Social-Media-Konten unter falschen jemenitischen Namen, um Zugang zu den informellen Handelsnetzwerken und -gruppen zu erhalten.

 

In einigen Fällen waren die Verkäufer bemüht zu betonen, dass die Waffen brandneu seien und noch nie abgefeuert wurden. Die Dokumentation zeigt gewichtige Beweise dafür, dass die Golfstaaten Waffen, die an ihr Militär verkauft wurden, an andere Parteien im Jemen weitergegeben haben - aus politischen Gründen. Dies ist ein klarer Verstoß gegen die Gesetze zur "Endverbraucher"-Zertifizierung, die sicherstellen sollen, dass exportierte Waffen nicht an Dritte weitergegeben werden.

 

28.11.2018 – Al Jazeera

Autos, Waffen und Fernsehinterviews: Terrorist Abu al-Abbas auf der Gehaltsliste der VAE

Er wurde von den Vereinigten Staaten als Terrorist bezeichnet , teilt die gleiche Ideologie wie Al-Qaida, doch seit mehr als drei Jahren erhält Abu al-Abbas, ein jemenitischer Befehlshaber, der den größten Teil der Flammpunktstadt Taiz kontrolliert, finanzielle und militärische Mittel Unterstützung aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, teilten Quellen Al Jazeera mit.

 

Nachdem die Houthis aus den östlichen Bezirken von Taiz vertrieben und Dutzende von Houthi-Kämpfern getötet wurden, patrouillieren die Streitkräfte von al-Abbas nun mit US-amerikanischen High-Tech-Waffen durch die Straßen der Stadt, verhaften Dissidenten, führen Berichten zufolge außergerichtliche Morde durch und machen der lokalen Bevölkerung Angst.

 

Quellen in der südwestlichen Stadt haben Al Jazeera mitgeteilt, dass das Kataib Abu al-Abbas (Bataillon Abu al-Abbas) jede Gruppe niedergeschlagen hat, die sich ihrer strengen Auslegung des Islam widersetzt - einschließlich al-Islah, dem jemenitischen Zweig der Muslimbruderschaft sowie säkulare und demokratiefreundliche Aktivisten.

 

02.09.2018 – FOCUS

Blutiger Krieg im Jemen: Warlord kämpft gleichzeitig für Al-Kaida und den Westen

Die Salafisten von Abul Abbas sind vor allem für ihre Verbindungen zu Al-Kaida bekannt. Das US-Finanzministerium setzte ihn wegen dieser Terrorkontakte und auch wegen Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im vergangenen Jahr auf eine Sanktionsliste. Ein Propagandavideo, das 2016 auf Al-Kaida-Kanälen hochgeladen wurde, zeigt Truppen der Terrororganisation, die im Gebiet Abul Abbas' in Taiz kämpfen.

 

Der Warlord gibt trotzdem öffentlich zu, Schusswaffen, Raketen, gepanzerte Wagen und Geld von den Emiraten zu bekommen. Unterstützt vom Westen - etwa durch Waffen aus den USA oder Großbritannien - finanzieren Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate also Milizen im Jemen, die sich gegenseitig bekämpfen und Verbindungen zum IS und zu Al-Kaida haben.

 

06.08.2018 – Al Mastar News

Die von Saudi-Arabien geführte Koalition arbeitete mit Al-Qaida zusammen, um die Houthis im Jemen zu bekämpfen

Eine von der Associated Press durchgeführte Untersuchung ergab, dass Saudi-Arabien riesige Geldbeträge für Al-Qaida-Dschihadisten gezahlt hatte, um sich aus mehreren Städten im ganzen Jemen zurückzuziehen und sie schließlich der Koalition zu übergeben. Die Untersuchung ergab auch, dass die Vereinigten Staaten zuvor Kenntnis von den verdächtigen Geschäften ihrer Verbündeten hatten, aber absolut nichts dagegen unternahmen. […]

 

Eine Untersuchung der AP ergab, dass die von Saudi-Arabien geführte Koalition Dutzende von Al-Qaida-Dschihadisten rekrutierte. Ein jemenitischer Beamter, der von Anfang an über die Pakte informiert wurde, sagte, Saudi-Arabien sei bereit, sich "angesichts der Houthis mit dem Teufel zu vereinen".

 

18.03.2018 - JusticeNow

Der Westen als treuer Verbündeter der Al-Qaida

Die Exilregierung des gestürzten Präsidenten Hadi – der Verbündete des Westens – stellt weiterhin die international anerkannte Regierung des Jemen dar. Hadis enge Verbindungen zur Al-Qaida werden hingegen totgeschwiegen. So stehen mindestens vier enge Vertraute aus Hadis Regierungszirkel gar auf globalen Terrorlisten der US-Regierung:

  • Einer der vier, Salim al-Qaysi, wurde von Präsident Hadi zum Gouverneur der Provinz Al-Bayda ernannt und half in dieser Position der AQAP massiv bei der Expansion in dieser Region.
  • Der zweite, Abdul Wahhab Humayqani, ist der Kopf der größten Salafisten-Partei im Jemen und war Hadis Delegierter bei den Friedensgesprächen in Genf 2015: Ein Verbündeter des Westens entsendet einen Al-Qaida-Mann zum Händeschütteln mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon.
  • Der dritte, Al-Hasan Ali Abkar, ist der verantwortliche Al-Qaida-Kommandeur der Jawf- und Marib-Gouvernements.
  • Der vierte dieser AQAP-Verbündeten „unseres“ Alliierten Hadi, Abd-al-Majid al-Zindani, blickt auf eine lange Zusammenarbeit mit Terrorführer Osama bin Laden zurück und wird von US-Behörden gar als bin Ladens „spiritueller Führer“ gelistet. Zindani ist Gründer und Kopf der Muslimbrüder im Jemen und war einer der globalen Rädelsführer im Skandal um die Mohammed-Karikaturen 2005.

Diesen vier Alliierten werden unzählige Verbrechen vorgeworfen: von Terrorfinanzierung und Rekrutierung über Waffenschmuggel bis hin zu Mordanschlägen auf Politiker und Planung schwerster Terroranschläge.

 

Die Saudi-Koalition kämpft in Komplizenschaft mit dem Westen also nicht nur am Boden Seite an Seite mit Al-Qaida-Truppen gegen den gemeinsamen Feind, die Houthi-Rebellen, sondern setzt sich auch für die politische Macht der Al-Qaida ein, indem hohe AQAP-Funktionäre in wichtigen Ämtern der jemenitischen Administration platziert werden. US-amerikanische, britische, französische, australische, kanadische und deutsche Waffen kämpfen im Jemen für die Machtergreifung der Al-Qaida – so zynisch wie nur internationale Politik sie sein kann.

 

„Wir“ kämpfen im Jemen gleichzeitig für die Vernichtung und den Aufstieg Al-Qaidas. Das permanent kolportierte „War on Terror“-Narrativ bricht vollständig in sich zusammen.

 

12.12.2017 – Newsweek

Wie ISIS Waffen aus den USA bekam und sie benutzte, um den Irak und Syrien einzunehmen

Laut einem neuen Bericht hat die militante Gruppe des Islamischen Staates (ISIS) riesige Waffenvorräte in die Hände bekommen, indem sie US-Waffentransfers genutzt hat, die möglicherweise gegen internationale Abkommen zwischen Washington und seinen Verbündeten verstoßen haben.

 

Es wurde festgestellt, dass 90 Prozent der Waffen und Munition von ISIS aus Russland, China und osteuropäischen Staaten stammen. Die Dschihadisten konnten einen Großteil dieses Arsenals aufgrund der Unterstützung des ehemaligen Präsidenten Barack Obama für Rebellen in Syrien erhalten, berichtete die in Großbritannien ansässige Conflict Armament Research, nachdem sie zwischen Juli 2014 und November 2017 40.000 Gegenstände analysiert hatten, die von ihren Ermittlern entlang der ISIS-Front geborgen worden waren.

 

Indem die USA "eine große Anzahl" europäischer Waffen und Munition kauften und diese dann an nichtstaatliche Akteure in Syrien weiterleiteten, ohne die Verkäufer zu benachrichtigen, verstießen sie Berichten zufolge "gegen die Verkaufs- und Exportbedingungen, die zwischen Waffenexporteuren ... und Empfängern vereinbart wurden".

 

25.10.2017 – US-Finazministerium

US-Sanktionen gegen wichtige Terroristen und Unterstützer

WASHINGTON - Das US-Finanzministerium für ausländische Vermögenskontrolle (OFAC) verhängte heute Sanktionen gegen acht Einzelpersonen und eine Einheit, die sich gegen Führer, Finanziers und Vermittler des Islamischen Staates im Irak und in Syrien im Jemen (ISIS-Y) und al -Qa'ida auf der Arabischen Halbinsel (AQAP).

 

19.05.2017 – Bundeswehr-Journal

Krieg gegen den Terror – ein Desaster ohne Ende?

Mit seiner im Jahr 2015 erstmals ausgestrahlten Dokumentation „Die Welt danach“ hat der in Israel geborene Filmemacher Ilan Ziv einen „Ermittlungsversuch zum politischen und militärischen Desaster des Krieges gegen den Terror“ gewagt. […]

 

Der Zweiteiler ist jetzt auf arte erstmals in Deutschland zu sehen. Der heute in den USA lebende Regisseur untersucht in seiner filmischen Arbeit die tragische Metamorphose eines Krieges, der zunächst „nur“ die westlichen Werte verteidigen wollte, inzwischen aber selbst zu einer Bedrohung für den Westen geworden ist. Ziv erinnert daran, dass vor dem 11. September 2001 al-Qaida rund 400 überzeugte Anhänger hatte; gut 16 Jahre später sind Zehntausende militante Dschihadisten über riesige Gebiete zwischen Ostasien, dem Atlantik und Afrika verstreut. Europa wird immer wieder von Terrorangriffen erschüttert, und die Beziehungen mit muslimischen Minderheiten und muslimischen Ländern sind angespannt. Zudem hat der Krieg zum Aufstieg ultranationalistischer und fremdenfeindlicher Gruppen in ganz Europa und in den USA geführt. […]

 

Nach Ansicht von Ziv führten (und führen) die USA und der Westen in Afghanistan einen Krieg gegen lokale aufständische Stammeskämpfer – und tappten dabei in dieselbe Falle, in die auch schon die Kolonialmächte des letzten Jahrhunderts geraten waren. Der Regisseur erläutert: „Der Einmarsch in Afghanistan führte zu zahlreichen, weltweit versprengten Terrorzellen. Und er wurde zum Präzedenzfall. Die vage Definition von Terrorismus verbreitete sich und wurde nun nicht mehr nur auf al-Qaida, sondern auf jeden angewandt, der anti-amerikanisch eingestellt war.“ […]

 

 

Der zweite Teil von „9/11: Die Welt danach“ schildert die US-Entscheidung, die Genfer Konvention für Gefangene auszusetzen und einen „Sonderweg in die Dunkelgrauzone“ zu beschreiten. Ziv zeigt, wie dadurch Aufstände erst angeheizt wurden und sich der Kampf gegen den Terrorismus schließlich zum Dauerzustand ausweitete. 

 

11.10.2016 – The Grayzone

Durchgesickerte E-Mails von Hillary Clinton beweisen, dass ISIS von den US-Verbündeten Saudi-Arabien und Katar unterstützt wurde

In einer durchgesickerten E-Mail von Hillary Clinton aus dem Jahr 2014 wird unter Berufung auf westliche Geheimdienstquellen bestätigt, dass die von den USA unterstützten Regime in Saudi-Arabien und Katar ISIS unterstützt haben. […] Diese E-Mail vom August 2014 ist keineswegs das erste Mal, dass Saudi-Arabien und Katar, enge US-Verbündete, beschuldigt werden, ISIS und andere extremistische Gruppen unterstützt zu haben.

 

US-Beamte und viele Analysten und Nachrichtenberichte haben lange Zeit bestritten, dass die saudische und die katarische Monarchie ISIS unterstützt haben, und stattdessen behauptet, die Unterstützung stamme von reichen Gebern in diesen Ländern. US-Beamte  teilten  CBS im September 2014 mit, dass wohlhabende „Angel-Investoren“ in Katar und anderen Golfstaaten Geld an ISIS senden.

 

Die durchgesickerte E-Mail vom August 2014 zeigt jedoch, dass westliche Geheimdienstquellen wussten, dass die Regime selbst den islamischen Staat unterstützen. […] Lange bevor der Islamische Staat in seiner modernen Form existierte, erkannten die USA und andere westliche Regierungen an, dass Saudi-Arabien und andere theokratische Golfstaaten extremistische Gruppen wie al-Qaida unterstützten.

30.12.2009: WikiLeaks: TERRORIST FINANCE: AKTIONSANFRAGE FÜR SENIOR LEVEL ENGAGEMENT ON TERRORISM FINANCE

 

17.08.2016 – WELT

Wie die Türkei islamistischen Terroristen hilft

Laut einem BND-Papier hat sich die Türkei zur „zentralen Aktionsplattform für islamistische Gruppierungen“ entwickelt.

Die Türkei unterstützte seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im März 2011 mehrere radikale Islamistengruppen. Das Land half dabei drei Gruppen: 1. Ahrar al-Scham. 2. Der Nusra-Front. 3. Dem Islamischen Staat. […]

 

Die Türkei unterstützte diese drei Salafistenorganisationen auf jeder erdenklichen Ebene. Rund 30.000 ausländische Kämpfer konnten ungehindert die Grenze nach Syrien passieren. Die Hotels der türkischen Grenzstädte wurden in den Anfangsjahren des syrischen Bürgerkriegs zum Treffpunkt und zur Durchgangsstation Tausender Islamisten. In staatlichen Krankenhäusern der Türkei machte man verwundete Dschihadisten kostenlos wieder kampffähig. Waffenlieferungen gingen regelmäßig über die Grenze nach Syrien.

 

Augenzeugen berichten von Lieferungen an den IS: Augenzeugen berichteten von Armee und Geheimdienst als Begleitschutz von Konvois, der sicherstellte, dass die Waffen auch in die richtigen islamistischen Hände kamen. Als der IS im Jahr 2014 große Gebiete entlang der türkischen Grenze eroberte, boomte das Geschäft für die türkische Wirtschaft: Erdöl und Benzin wurden über extra gelegte Pipelines über die Grenze gepumpt. Geländewagen, Satellitenkommunikation, Drohnen und Düngemittel für den Sprengstoff der Autobomben wurden geliefert.

 

26.07.2016 – Balkan Insight

Töten: Die 1,2-Milliarden-Euro-Waffenpipeline in den Nahen Osten

Ein beispielloser Waffenfluss aus Mittel- und Osteuropa überschwemmt die Schlachtfelder des Nahen Ostens.

Während der Balkan und die EU-Länder die Flüchtlingsroute gesperrt haben, bleibt die Milliarden-Euro-Pipeline, die Waffen per Flugzeug und Schiff in den Nahen Osten sendet, offen - und sehr lukrativ. Laut Waffen- und Menschenrechtsexperten ist dieser Handel mit ziemlicher Sicherheit illegal.

 

„Die Beweise deuten auf eine systematische Abzweigung von Waffen an bewaffnete Gruppen hin, denen schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden. In diesem Fall sind die Übertragungen nach dem ATT (Waffenhandelsvertrag der Vereinten Nationen) und anderen internationalen Gesetzen illegal und sollten sofort eingestellt werden “, sagte Patrick Wilcken, ein Rüstungskontrollforscher bei Amnesty International, der von Reportern gesammelten Beweise überprüfte.

 

Robert Stephen Ford - US-Botschafter in Syrien zwischen 2011 und 2014, sagte gegenüber BIRN und der OCCRP, dass der Waffenhandel von der CIA, der Türkei und den Golfstaaten über Zentren in Jordanien und der Türkei koordiniert wird, bei denen Waffenlieferungsverbote in der Praxis häufig umgangen werden.

 

BIRN und das OCCRP untersuchten während einer einjährigen Untersuchung Waffenexportdaten, UN-Berichte, Flugaufzeichnungen und Waffenverträge, aus denen hervorgeht, wie Tausende von Sturmgewehren, Mörsergranaten, Raketenwerfern, Panzerabwehrwaffen und schweren Maschinengewehren in Krisenregion mit Ursprung in den EU/NATO-Ländern Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, der Tschechischen Republik, Montenegro, Rumänien, Serbien und der Slowakei, geliefert wurden.

 

Seit der Eskalation des Syrienkonflikts im Jahr 2012 haben diese acht Länder den Versand von Waffen und Munition im Wert von mindestens 1,2 Milliarden Euro nach Saudi-Arabien, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei genehmigt.

 

19.06.2015 - Tagesspiegel

Nach saudischer Intervention - Jemen droht der Zerfall

Fast drei Monate lang bombardiert die saudische Luftwaffe nun schon das Nachbarland an der Südspitze der Arabischen Halbinsel. Dem erklärten Kriegsziel, die nach Riad geflohene Exilregierung unter dem bisherigen Präsidenten Abed Rabbo Mansour Hadi zurück an die Macht zu schießen, ist das ölreiche Königreich keinen Schritt nähergekommen. […]

 

Gleichzeitig spielt der Zerfall des Staates islamistischen Gotteskriegern in die Hände. Seit Ende März hat „Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel“ (AQAP) die Hafenstadt Mukalla am Golf von Aden unter seiner Kontrolle. Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) ist inzwischen ebenfalls im Jemen aktiv. Sie bekannte sich bislang zu sieben Selbstmordattentaten auf Moscheen der Huthis, bei denen über hundert schiitische Gläubige starben.


Kriegsherr Riad wiederum manövriert sich mit seiner Angriffspolitik immer tiefer in eine strategische Sackgasse hinein. Und so wird seine Führung schon bald vor der Entscheidung stehen, entweder einen Waffenstillstand und damit die Präsenz seiner Feinde in Sanaa zu akzeptieren oder den Krieg weiterzuführen mit dem Risiko, dass der Jemen total zerfällt. Dann jedoch könnte der bitterarme Nachbar im Süden auch für die saudische Sicherheit zu einer unkalkulierbaren Gefahr werden.

 

03.06.2015 – Tagesspiegel

IS und Al Qaida im Jemen - Grenzenloser Terror auf der Arabischen Halbinsel

Und so beginnt sich der von Riad im März vom Zaun gebrochene Luftkrieg gegen die Huthis im Jemen nun auch als blutige innerislamische Konfrontation zwischen Sunniten und Schiiten in die übrige Arabische Halbinsel hineinzufressen. Überall agiert der „Islamische Staat“ sozusagen als Brandbeschleuniger, der für seine Attentate offenbar vor allem junge Saudis rekrutieren kann. Denn im Jemen profitieren in erster Linie die Extremisten von dem Kriegschaos. Anderthalb Jahrzehnte lang dominierte „Al Qaida auf der Arabischen Halbinsel“ (AQAP) das Geschehen, die als die gefährlichste Filiale des Terrornetzwerkes gilt. Erst jüngst gelang es ihr, um die südjemenitische Hafenstadt Mukalla herum eine eigene Scharia-Enklave zu schaffen.

 

21.09.2014 – NBC-News

Wer finanziert ISIS? Wohlhabende Golf-Angel-Investoren, sagen US-Beamte

Ein kleiner, aber stetiger Geldfluss von reichen Personen am Golf zu ISIS geht weiter, sagen aktuelle und ehemalige US-Beamte, wobei Katar die größten Lieferanten sind. Diese reichen Individuen haben lange Zeit als "Engelsinvestoren" gedient, wie ein Experte es ausdrückte, für die gewalttätigsten Militanten in der Region und das " Startkapital " bereitgestellt, das zur Gründung von ISIS und anderen Dschihadistengruppen beigetragen hat. […]

 

Sobald die Gruppen auf den Beinen sind, können sie auf andere Weise Geld sammeln, beispielsweise durch Entführung oder Ölschmuggel , Verkauf von Frauen in die Sklaverei usw.“ […]

 

"Eine Reihe von Spendenaktionen, die in freizügigeren Gerichtsbarkeiten tätig sind - insbesondere in Kuwait und Katar - bitten um Spenden, um extremistische Aufständische zu finanzieren und nicht um legitime humanitäre Bedürfnisse zu befriedigen", sagte David Cohen, Unterstaatssekretär für Terrorismus und Finanzinformationen Bei diesen Fonds handelt es sich häufig um terroristische Gruppen, darunter die syrische Tochtergesellschaft von Al-Qaida, die Al-Nusrah-Front, den Islamischen Staat Irak und die Levante [ISIS].“

 

20.07.2004 - BBC

Al-Qaidas Ursprünge und Verbindungen

Al-Qaida, was "Basis" bedeutet, wurde 1989 gegründet, als sich die sowjetischen Streitkräfte aus Afghanistan zurückzogen und Osama Bin Laden und seine Kollegen nach neuen Dschihads suchten. […] Während des antisowjetischen Dschihad erhielten Bin Laden und seine Kämpfer amerikanische und saudische Mittel. Einige Analysten glauben, dass Bin Laden selbst ein Sicherheitstraining von der CIA erhalten hat.

 

21.09.2001 - AG Friedensforschung

Osama bin Laden: Vom Freiheitskämpfer zum Top-Terroristen

1957 wurde Osama bin Mohammad bin Laden in Riad (Saudi Arabien) als 17. von insgesamt 57 Kindern geboren, die sein Vater mit seinen zehn Frauen zeugte. Sein Vater, ein jemenitischer Baumagnat und enger Freund des ehemaligen saudischen Königs Faisal, war mit den Renovierungs- und Erweiterungsaufträgen für die heiligen Moscheen von Mekka und Medina, mit Bauaufträgen für Schulen, Hospitäler und Straßen märchenhaft reich geworden. Nach dem Schulbesuch in Jiddah studierte Osama Wirtschaftswissenschaften und Betriebsmanagement an Jiddahs König Abdul Aziz Universität.

 

Schon 1973 begann er, mit islamischen Gruppen zusammenzuarbeiten. Anfang der achtziger Jahre kämpfte er an der Seite jemenitischer Mujaheddin im Südjemen gegen die Sozialistische Partei. Dann ging er nach Afghanistan. Sein Vater finanzierte den moslemischen Widerstand gegen die »gottlosen Russen« und unterstützte seinen Sohn, der Ingenieure und schweres Gerät ins Land brachte, um Straßen für die Mujaheddin, Lager und Unterkünfte für die Kriegsflüchtlinge zu bauen.

 

 

US-Präsident Ronald Reagan, der in antikommunistischen Bewegungen gleich welcher Couleur stets Freiheitskämpfer sah, die Amerikas Unterstützung verdienten, erhöhte den Einsatz, um das sowjetische »Reich des Bösen« zu Fall zu bringen. Sein CIA-Chef William Casey ließ sich vom Kongress gleich ein ganzes Paketes von Maßnahmen genehmigen. Die Mujaheddin sollten mit Stinger-Luftabwehrraketen ausgerüstet und von US-Militärberatern ausgebildet werden. Außerdem sagte Casey seinen pakistanischen Kollegen vom militärischen Geheimdienst, ISI, CIA-Unterstützung für Islamabads Lieblingsprojekt zu, weltweit radikale Moslems für den afghanischen Widerstand anzuwerben. Pakistanische und amerikanische Offiziere bildeten die Neuankömmlinge aus, die USA lieferten die Waffen und Saudi Arabien das Geld.