bERLINER JEMEN-KONFERENZ 2019

14. Dezember von 14:00 bis 18:00 Uhr - Franz-Mehring-Platz 1

Berliner Jemenkonferenz 2019
Veranstalter Berliner Jemen-Konferenz 2019: INSAM - Für Menschenrechte und Frieden
Veranstalter Berliner Jemen-Konferenz 2019: Stop the WAR in Yemen GERMANY

Themen:

  • Der Jemenkrieg – vom Ursprung zur jetzigen Situation (Stand November 2019)
  • Die Rolle der USA und Europäischen Union im Jemenkrieg
  • Die Zukunftsaussichten des Jemen nach Beendigung des Krieges

 

Doku Teil 1

Dauer: 01:02:38

Doku Teil 2

Dauer: in Bearbeitung

Doku Teil 3

Dauer: in Bearbeitung


 

Redner

  • Abdulqader Al-Amdi - Moderation
  • Aiman Al-Mansor - Vorstand Insan - Für Menschenrechte und Frieden e. V.
  • Mathias Tretschog - Journalist und Gründer der Friedensinitiative Stop the WAR in Yemen (Der Jemenkrieg - vom Ursprung bis heute)
  • Mohammed Abotaleb - Insan e.V. (Auswirkungen des Krieges und der Blockade auf den wirtschaftlichen, gesundheitlichen und sozialen Sektor im Jemen)
  • Dr. med. H. Al-Warith - Arzt (Die psychischen Folgen des Krieges im Jemen)
  • Jakob Reimann - Journalist bei JusticeNow! (Rüstungsexporte und der Jemenkrieg)
  • Mohammad Alwazir - Direktor für Rechtsangelegenheiten bei Arabian Rights Watch Association - ARWA (Internationale Rechtslage der Aggression und die Konsequenzen)
  • Abdulsalam Al-Dhahebi - Menschenrechtsaktivist bei Sheba Rights for Democracy und Human Rights (Internationale Heuchelei und Doppelmoral und deren Auswirkungen auf die Fortsetzung der Aggression gegen den Jemen)
  • Abdullatif Elwashali - Generalsekretär Insan - Für Menschenrechte und Frieden e. V. (Forderungen der Berliner Jemenkonferenz 2019)

Für eventuelle Rückfragen steht Ihnen Mathias Tretschog von Stop the WAR in Yemen zur Verfügung, welche Sie bitte an

info@krieg-im-jemen.de senden oder telefonisch unter 0176 - 345 989 78 Kontakt aufnehmen.

 

Präsentationen zu den Vorträgen

Stop the WAR in Yemen - Einleitung zum Vortrag

Sehr geehrte Damen und Herrn, liebe Gäste hier in Berlin und Teilnehmer an den Bildschirmen - von wo aus auch immer sie dieser Konferenz folgen mögen, insbesondere aber den Zuschauern im Jemen ein herzliches Willkommen auch von meiner Seite aus, zur Berliner Jemen-Konferenz 2019.

Ein ganz herzlicher Dank geht dabei an Faraj in Sanaa und seinen Mitstreitern der NGO Yemenfriends und meinen Freunden aus dem Jemen hier in Deutschland, mit denen diese Konferenz so erst möglich wurde.

 

Mein Name ist Mathias Tretschog, ich bin Gründer der Friedensinitiative Stop the WAR in Yemen. Im Februar 2017 gründete ich das Friedensprojekt, um die entsetzlichen Bilder des Jemenkrieges, die tagtäglichen Kriegsverbrechen der saudischen Koalition im Jemen und die Beihilfe zum Genozid der


westlichen Wertegesellschaft, hier in Deutschland einer breiten Öffentlichkeit und Politikern zu vermitteln. Damit versuche ich genau das auszufüllen, wo sich deutsches Fernsehen BRD 1 und BRD 2 seit Jahren der Aufklärung verweigern bzw. Regierungen der Öffentlichkeit ein Bild über den Jemenkrieg vermitteln, das so gar nichts mit den tatsächlichen Ursachen, Verursachern, Beteiligten und deren Verantwortlichkeiten gemein hat.

 

Zur Erinnerung, der 1. Weltkrieg mit seinen barbarischen Verwüstungen und etwa 20 Mio. getöteten Soldaten und Zivilisten, dauerte 1.567 TageWir hier und die Menschen im Jemen erleben heute den Kriegstag 1.724! Ein Vernichtungskrieg, den Saudi Arabien und beteiligte Kriegsländer mit Unterstützung der USA/NATO- und EU-Staaten inkl. Deutschlands gegen die Zivilbevölkerung des Jemen führt.

 

Die Zeichner auf Seiten Deutschlands des 2+4-Vertrages – also dem Vereinigungsvertrag beider deutscher Staaten von BRD und DDR - 1990 in Moskau geschlossen, haben der Welt in Art. 2 – nach zwei zu verantwortenden Weltkriegen - einmal 1914/1918 und dann 1939/1945 mit Gesamt 80 Mio. Opfern, ein dezidiertes Versprechen abgeben, das von deutschem Boden nur Frieden ausgehen wird und deutsche Waffen nur zur Selbstverteidigung bzw. im Rahmen von UN-Missionen eingesetzt werden.

 

Denke ich heute an den Jemen, so versagen die Regierungskoalitionen inkl. deren Parteimitglieder und Wähler von CDU/CSU und SPD aufgrund der genehmigten Exporte deutscher Waffen an die übelsten Diktaturen dieser Welt, wie Saudi Arabien, den VAE, Ägypten, Sudan, Katar, Kuwait, Bahrain usw..

 

Insbesondere die Bundeskanzlerin Deutschlands Frau Dr. Angela Merkel und alle ihre Mitglieder des Bundesunsicherheitsrates, sind daher aus meiner Sicht – in Gedenken an die Opfer und Zerstörung der zwei genannten Weltkriege, eine massive Belastung für die Glaubwürdigkeit eines friedlichen Deutschlands, bei den friedliebenden Menschen dieser Welt - insbesondere aber den Menschen im Jemen!

 

Wie konnte es erneut zu solchem Desaster der Menschheitsgeschichte kommen, wo die Vereinten Nationen darüber sagen, dass der Krieg gegen den Jemen zur größten humanitären Katastrophe, nach Ende des 2. Weltkrieges, geführt hat? Aus meiner Sicht ist der Jemen aufgrund der saudischen Totalblockade zu Luft, zu Land und zur See mit Beihilfe der westlichen Wertegesellschaft, das größte Vernichtungslager der Welt, das es gibt, wenn nicht sofort dieser irrsinnige Krieg beendet wird, bei dem laut UN mehr als 8 Mio. Jemeniten vor dem akuten Hungertod stehen, aller 10 Minuten stirbt im Jemen ein Kind an vermeidbaren Krankheiten und Hunger!

 

Wenn ich heute über den Jemen referiere, dann basieren meine Ausführungen auf Interviews und Augenzeugenberichten, auf weit über 3.000 verankerter nationaler und internationaler Medienberichte aus Deutschland, den USA, EU- und NATO-Ländern inkl. Kanada, Australien, Israel, Iran, aus dem Jemen, den VN usw.. ..."

 

Mohammed Abo Taleb - INSAN e.V.

Auswirkungen des Krieges und der Blockade auf die jemenitische Bevölkerung

Jakob Reimann - JusticeNow!

Die Rolle der USA und der EU im Jemenkrieg